Eisenbahnfreunde OnWheels e. V.
Hamburg 13
Hamburg 2013
Mit OnWheels im Damfpzug nach Hamburg...
Es war kühl, aber noch schien die Sonne, als sich 01 1066 in Dortmund um 6:05 Uhr mit ihrem Sonderzug nach Hamburg in Bewegung setzte. Nachdem in Haltern die meisten Fahrgäste zugestiegen waren, ging es in flotter Fahrt über Münster, Osnabrück und die Umgehungsbahn Bremen nach Hamburg Harburg. Im Gesellschaftswagen überraschte Ex-Bahnhofsvorsteher Herr Kampmann seine staunenden Zuhörer mit Geschichten aus der Vergangenheit der Eisenbahn und einer Sammlung alter Fahrkarten.
Bei der Ankunft in Harburg hatte bereits Regenwetter eingesetzt, als ein Teil unserer Fahrgäste die Internationale Gartenschau besuchte. Die Einschienenbahn bot einen tollen Überblick über die Garten- und Naturszenerie, doch was hätte man alles bei herrlichem Sommerwetter erleben können? Besser ging es da den Besuchern der größten Modelleisenbahnausstellung der Welt, dem Miniatur-Wunderland, das nun sogar seinen staunenden Besuchern einen kompletten Flughafen präsentierte. Hamburg, die bei Besuchern beliebteste Großstadt Deutschlands, bot so einiges zwischen Shoppingzentren  und Landungsbrücken, was auch bei Regenwetter gute Laue aufkommen ließ.
Als Schnellzuglok 01 1066 in hoher Geschwindigkeit auf der Rückfahrt schon fast Osnabrück erreicht hatte, musste der Lokführer den Zug jäh abbremsen: Ein Treibstangenlager des Mittelzylinders war undicht. Gleich vor Ort wurde Schwerstarbeit geleistet, um das Lager provisorisch zu reparieren, während im Zug die Wartezeit durch die Übertragung des spannenden Champions League-Finales auf Handys und iPads etwas weniger spürbar war. Außerdem steppte im Gesellschaftswagen der Party-Bär. Es dauerte bis zum Abpfiff, eher der Zug mit stark reduzierter Geschwindigkeit bis Osnabrück weiterfahren konnte, wo ein Teil der Fahrgäste, begleitet von OnWheels-Personal die Fahrt nach Dortmund in einem planmäßigen IC fortsetzen konnte. Denn alle Versuche, eine Ersatzlok von einem privaten Eisenbahnunternehmen oder der Deutschen Bahn zu bekommen, waren erfolglos geblieben. (Es macht den Veranstalter OnWheels schon fassungslos, dass es im modernen Bahnbetrieb auf einer Hauptstrecke angeblich unmöglich ist, in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Lokomotive mit Lokführer herbei zu schaffen. Das wäre mit Sicherheit bei der Deutschen Bundesbahn des letzten Jahrhunderts anders gewesen!) Der Damfpzug schaffte es dann noch bis Münster Hbf, wo eine Weiterfahrt mit der wertvollen Maschine nicht mehr riskiert werden konnte, da größere Schäden drohten. Doch zum Glück stand noch ein Regionalexpress bereit, mit dem alle Fahrgästen, wenn auch deutlich verspätet, die Ausgangsbahnhöfe erreichten.
OnWheels, dankt allen Fahrgästen für ihr Verständnis und ihre Geduld. Dank gilt auch dem Personal der Dampflok, den Zugbegleitern und den Aktiven von „Westfalendampf“, die alles in ihren Kräften stehende unternahmen, um die technischen und logistischen Probleme zu lösen und zu guter Stimmung im Zug beizutragen.
Der Sonderzug mit 01 1066 startete im Ruhrgebiet.